Galaxy Nexus Testbericht


Galaxy Nexus

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Das Galaxy Nexus ist das erste Smartphone mit Googles neuem Betriebssystem Android 4 (alias Ice Cream Sandwich). Es besitzt ein konkaves 4,65“ Display mit einer Auflösung von 1280x720 Pixel.

Als ich das Galaxy Nexus auspackte, fielen mir zuerst das riesige Display und das geringe Gewicht auf. 135 Gramm ist, bei einem 4,65“ Display und den Maßen 135,5 x 67,94 x 8,94 Millimeter, nicht gerade viel. Das Gewicht wird unter anderem durch den Akkudeckel aus Plastik erreicht, welcher jedoch einen sehr guten Halt bietet. Das Galaxy Nexus  macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck, wozu der Rahmen aus Aluminium beiträgt.
Der Korpus des Nexus ist am unteren Ende deutlich dicker als oben, dort sind der Micro-USB Anschluss und die Kopfhörerbuchse integriert.

Physische Tasten sucht man vergebens, da das neue Google Flaggschiff ausschließlich über Softkeys (Virtuelle Tasten) gesteuert wird.

 


Das Display

Das Smartphone wird vom leicht nach innen gewölbten 4,65 Zoll (11,8 cm) Display dominiert, welches erstaunlich schnell und präzise auf Eingaben reagiert. Das Super-AMOLED Display bietet eine Punktdichte von 316 Punkte pro Zoll, welches erst bei abgeschalteter Helligkeitsanpassung richtig zur Geltung kommt. Ist die Helligkeitsanpassung aktiv, wirkt das Display so, als ob es sich in einem Dämmerzustand befindet.

Das Surfen im Netz ist mit dem Galaxy Nexus ein wahres Vergnügen! Die Buchstaben fransen nicht und auch kleine Schriften werden gestochen scharf dargestellt. Videos im 1080p oder 720p Format sind auf dem hochauflösenden Display ein wahres Fest für die Augen.

Der Sound

Abstriche sind beim Sound zu machen, dieser ist viel zu leise und klingt blechern. Greift man allerdings auf die Kopfhörer zurück, bieten diese eine gute Akustik und entschädigen ein wenig für das Gequäke des Lautsprechers. Anrufe hingegen klingen sehr natürlich und auch die eigene Stimme wird klar und deutlich transportiert.

Die Hardware

Die inneren Werte des Galaxy Nexus können sich sehen lassen. Hier werkelt ein 1,2 Gigahertz getakteter ARM Cortex-A9 Dual-Core Prozessor von Texas Instruments, der auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) Zugriff hat. Der interne Speicher (ROM) ist mit 16 Gigabyte allerdings recht knapp bemessen, zumal dieser sich nicht über eine externe SD-Karte erweitern lässt.
Die Grafikleistung, befeuert durch eine Imagination Technologies PowerVR SGX 540 GPU mit 384 Megahertz, steht dem des Galaxy S2 und iPhone 4S in nichts nach. Laut Google kann zudem ein Gamecontroller via Bluetooth oder USB mit dem Nexus verbunden werden.
Der Akku des Smartphones wirkt mit 1750 Milliamperestunden etwas unterdimensioniert, hält aber erstaunlich lange durch. Dies liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an der Sparsamkeit von Android 4, welches auf dem Galaxy Nexus läuft.

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Geschwindigkeit

Das Öffnen von Programmen (Browser, Kontakte, etc.) geschieht in weniger als einer Sekunde, dies ist zwar nicht besonders schnell, bewegt sich aber auf einem konstant hohen Niveau.
Die Aufbaugeschwindigkeit des Galaxy Nexus Browsers verdient Anerkennung, Seiten werden schnell aufgebaut. Im Browser-Benchmark (brmark) schlägt das Galaxy Nexus die bis dato führende Konkurenz wie das iPhone 4S mit 99.312 Punkten deutlich.
Bei sehr aufwändigen Spielen scheint das Smartphone jedoch ein wenig zu schwächeln. Dies liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit an dem etwas leistungsärmeren Grafikprozessor (GPU) und der höheren Grafikauflösung, im Vergleich zu den entsprechenden Komponenten des Galaxy S2. Dies kann sich ändern, wenn Spiele mit  höherer Auflösung für das Nexus erscheinen.

Die Kamera

Die Kamera ist mit 5 Megapixel nicht mit der des Galaxy S2 vergleichbar und „nur“ guter Durchschnitt. Die Kamera schießt Bilder praktisch ohne Verzögerung, ähnlich wie die des iPhone 4S. Die schwache Bildqualität ist bedauerlich, zumal Android 4  neue Möglichkeiten bei der Bildverarbeitung bietet. So stehen zahlreiche Filter zur Verfügung, Bilder können zugeschnitten, weichgezeichnet, ausgerichtet, gedreht, geschärft, gespielt und rote Augen entfernt werden.
Die Frontkamera ist recht gut und bietet bei Videochats ein deutliches Bild.

NFC

Mit den NFC-Chip, momentan noch nutzlos, wird es später möglich sein, einen Datenaustausch durch Aneinander halten zweier Geräte, durchzuführen.

Fazit

Ich möchte, nach einer Woche mit dem Galaxy Nexus und Android 4, dieses Smartphone nicht mehr hergeben. Das riesige Display und die Leistung lassen einen nicht mehr los. Dies mag auch an Android 4 liegen, was ein klarer Pluspunkt ist. Negativ fällt hingegen die Kamera auf, für Schnappschüsse reicht diese jedoch allemal.
Andere Gerätehersteller werden bald nachziehen, doch Besitzer eines Nexus können sich sicher sein, beim nächsten Update, als Erste bedient zu werden.

Anmerkung: Probleme, wie in einigen Foren beschrieben (z.B. Knacken beim ein- und ausschalten), konnte ich nicht nachvollziehen.

 



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Dieser Tipp stammt von www.win-tipps-tweaks.de
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