Windows XP mit Bordmitteln reparieren


2. Die Wiederherstellungskonsole



Lässt sich Windows XP weder im normalen noch im abgesicherten Modus starten, kommt eine Reparatur mit der
Systemwiederherstellung wie in Teil 1 beschrieben nicht mehr in Frage.
Aber auch für diesen Fall gibt es in Windows XP ein probates Hilfsmittel.


2. Die Wiederherstellungskonsole
Um die Wiederherstellungskonsole zu starten, muss die Windows Installations CD eingelegt und der Bootvorgang gegebenenfalls dem CD Laufwerk zugewiesen werden.
Nach dem Erreichen der Setup Anzeige wird die Konsole mit R gestartet.

Eine weitere Möglichkeit ist die Festinstallation.

Hinweise hierzu ergeben sich aus dem Tipp:

Wiederherstellungskonsole installieren,verwenden und erweitern


Bevor jedoch die Wiederherstellungskonsole genutzt werden kann, muss bereits im Vorfeld die Beschränkung der
set Variablen aufgehoben werden.
Wird das nicht getan, ist eine Bearbeitung der Dateien nicht möglich.
Wie diese Beschränkung aufgehoben wird, ist ebenfalls dem o. g. Tipp zu entnehmen.

Ist die set Variable einmal freigeschaltet, können alle weiteren Beschränkungen direkt in der Wiederherstellungskonsole aufgehoben werden.
Ist eine direkte Bearbeitung von Ordnern oder Dateien notwendig, geschieht das mit dem Befehl set AllowAllPaths = True .
Ist ein Zugriff auf Wechselmedien erforderlich, benötigt man den Befehl set AllowRemovableMedia = True .

Danach ist der Zugriff auf z. B. Disketten möglich.

Weiterhin dürfen in der Wiederherstellungskonsole keine Platzhalter benutzt werden.
Diese Beschränkung umgeht man mit set AllowWildCards = True .
Danach ist die Nutzung von Platzhaltern wieder gestattet.
Wird der Grund für das zerschossene Betriebssystem in einem Treiber vermutet, wird dieser mit dem Befehl disable (Name) ausgeschaltet. Bestehen die Probleme nach dessen Deaktivierung immer noch, wird der Treiber mit dem Befehl enable (Name) wieder eingeschaltet.



Reparatur der Boot Konfiguration:

Oftmals ist der Fehlergrund ein Problem im Master Boot Record(MBR). Eine Reparatur erfolgt über die Befehlseingabe fixmbr .
Nach dem drücken der Enter Taste prüft das Programm den MBR.
Die hierbei ausgegebenen Hinweise werden mit J und Enter bestätigt.
Doch Vorsicht: Der Befehl fixmbr entspricht dem fdisk / mbr in DOS.
Hierbei können auch Eintragungen im Bootmanager verloren gehen.
Ein weiterer Grund für fehlerhaftes Booten liegt oftmals in einem beschädigten Bootsektor.
Dieser kann mit dem Befehl fixboot c: erneuert werden.

Weitere Befehle:

bootcfg /list
Übersicht über die Aktuelle Startkonfiguration

bootcfg /scan

Scanprogramm zur Ermittlung der Windows Installationen, auch nicht lauffähige werden angezeigt.

bootcfg /rebuild
Eine neue Startkonfiguration wird zusammengestellt, mit "j" und Enter wird übernommen, mit "A" eingebunden.
Die Startkonfiguration wird nicht überschrieben, sondern nur neue oder fehlende Einträge hinzugefügt.

listsvc
Eine Auflistung aller eingebunden Treiber; hilft bei der Fehlersuche ungemein.

Auch der allgemein bekannte Befehl chkdsk taucht in der Wiederherstellungskonsole wieder auf.
Hiermit kann eine fehlerhafte Festplatte überprüft werden. Durch die zusätzliche Eingabe des Parameters r wird ein eventueller Festplattenfehler behoben.
Um eine Markierung von fehlerfreien Laufwerken zu verhindern, wird der Parameter p verwendet.
Somit lautet der vollständige Korrekturbefehl chkdsk /p/r .
Durch die Eingabe von help kann man sich alle Befehle anzeigen lassen.

Diesen Befehl kann man jedoch noch verfeinern. Beispielsweise bekommt man durch die Eingabe von help copy die Funktionsweise des Kopierbefehls erläutert.

Durch die Eingabe von Exit wird die Wiederherstellungskonsole beendet.

Sollten die Systemprobleme auch hiermit nicht zu lösen sein, geht es nun weiter zu Teil 3 - Die Reparaturinstallation