Umfrageergebnis anzeigen: Die IAU definierte, was ein Planet ist. Haben wir darauf nicht alle gewartet?
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Thema: Hilfe: Ein Planet ist weg!
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24.08.2006 16:29 #1ehemalige Gäste/Mitglieder
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Hilfe: Ein Planet ist weg!
24.08.06 (16:29)
9 Planeten gibt es. 9? Nein...einer ist nicht mehr da...
Hilfe: Ein Planet ist weg!
Der Merksatz: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten!
Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Pluto
Und nun? Wie um Himmels Willen sollen wir uns die acht verbleibenden Planeten merken? Und wo ist der neunte Planet hin? Ging Pluto, der nun fehlt, zurück zu Micky Maus?
Die Erklärung ist ähnlich wie die Rechtschreibreform...
In Prag saßen ein paar Jungs zusammen, vielleicht war auch ein Mädel dabei, keine Ahnung. Diese Organisation nennt sich IAU. Nein, das ist kein Katzengejammer. Das Katzengejammer stellt sich ein, wenn ich daran denke, dass Pluto nicht mehr da ist.
IAU bedeutet Internationale Astronomische Union. Und die Vollversammlung, voll waren sie gewiss, haben heute die erste wissenschaftliche Definition für das Wort Planet herausgegeben. Man einigte sich und wird die Begründung und die daraus resultierenden Konsequenzen nachliefern. Wir sind gespannt.
Zukünftig gibt es also drei Kategorien: Planeten, Zwergplaneten und Kleinkörper.
Pluto ist also kein Planet mehr, es gibt nur noch acht! Super gemacht Jungs, echt. Ihr solltet in die Politik. Oder seid ihr das schon?
Ach ja, nun gehe ich in meine alte Schule und schneide den Pluto aus den Karten aus. Dann trenne ich mit der Schere den Pluto aus dem 3-D-Modell ab. Ist ja easy, der war ja gaaaanz außen...
Ihr haltet das für einen GAG? Schön wäre es...
Und wie lautet nun die neue Eselsbrücke??? Vorschläge willkommen...
Hier nochmals die Buchstabenfolge: MVEMJSUN ...P isch ja weg....
Mein Vater: Er Möchte Jetzt Seine Uschi nageln? Ob das in den Schulen und Kindergärten geht? Hmmm
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24.08.2006 17:56 #2fleischiGast
AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Vor rund 2 Jahren hat man doch noch einen (damals) 10. Planet gefunden, der erst als 2003 UB313 bennant wurde und mitlerweile den Namen einer Arktischen Götten trägt oder irre ich mich da?
Den könnte man doch zum 9 Planeten machen, auch wenn man den Spruch trotzdem ändern muss
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24.08.2006 17:59 #3ehemalige Gäste/Mitglieder
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AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Hi Steffen,
du meinst XENA...ne ne, der zählt bei den superschlauen der IAU auch nicht...
Bis heute wusste ich gar nicht, dass es so eine Union der Astronomen gibt...
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24.08.2006 18:07 #4fleischiGast
AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Von solchen "Gesellschaften" höhrt man ja eh nie etwas.
Was mich aber wundert/wundern würde, wenn das die ESA so akzeptiert.
Wenn sie das wirklich machen, bräuchte ich auch nur eine Organisation ins Leben rufen, die beschließt, dass Milch kein Gedränk sondern eine Speise ist, weil sie zuviele Nährstoffe enthält...
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24.08.2006 18:14 #5ehemalige Gäste/Mitglieder
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AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Milch eine Speise? Gute Idee. Satt macht sie allemal...
Ob die Jungs, die nachts nicht schlafen können und dann verträumt die Sterne zählen tatsächlich so firm sind und diese Entscheidung sich durchsetzt, dann zeigt dies, dass es manchen Leuten eben einfach zu wohl ist.
Wissenschaft okay. Aber die Definition eines Planeten festlegen ist irgendwo krank. Dank der neuen Technik, die Kohle könnte man gewiss besser einsetzen, wurden zahllose ähnliche "Planeten" wie der Pluto entdeckt, teilweise näher als dieser süße Pluto. Nun waren diese Herren wohl deshalb so konfus, dass sie immer ihre Socken falsch herum angezogen haben. Also blieb denen nur ein Weg. Der Weg, den ein Planetenfreak gehen muss. Der einzige Weg. Die Rechtschreibreform. Ne, die Definition Planet.
Die saßen gewiss monatelang und gründeten dafür eine Stiftung, zuvor eine Arbeitsgruppe, die eine Auswahl an Mitgliedern bestimmt, die dann entscheiden, ob man eine Planeten-Ermittlungsgruppe gründet. Und wenn man genau nachhakt, dann wurde dieser Entscheid gewiss mit 15 Milliarden Euro bezuschusst, da zukunftsorientiert und unheimlich wichtig...
Dann sind wir mal froh endlich zu erfahren, was ein Planet wirklich ist...der Pluto scheitert an der definition mangels Masse. Da könnte ich meine Nachbarin mal den Jungs vorstellen...obwohl, die kreist nicht um die Sonne, das wäre auch ein wichtiges Merkmal...shit...
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25.08.2006 01:04 #6
AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Also als Hobbyastronom muss ich sagen, dass ich auch traurig darüber bin, dass Pluto nun kein Planet ist!
Man muss aber beachten, dass die Forschung weiter geht und sich da eben auch etwas ändert! Wenn die alte Definition, beibehalten worden wäre, müssten die armen Kinder in zukunft womöglich nicht neun Planeten kennen, sonder 15 oder 20. Ist doch auch nicht so schön. @kaiserfive sei doch froh, dass es so gekommen ist, stell Dir vor, Du müsstest alle paar Monate in Deine alte Schule und einen neuen Planeten dazumalen! Da bist Du mit einmal ausschneiden besser dran!
Dass dies eine Umstellung ist, ist mir schon klar, aber denkt an die 30er Jahre des 20 Jahrhunderts, da haben die Menschen sich auch umstellen müssen, als es statt acht aufeinmal neun Planeten gab.
Keine denkt an die armen Astrologen. Jetzt stimmt wieder alles nicht!
Wir lernen aus Erfahrung, daß die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.(George Bernard Shaw Irischer Dramatiker, 1856-1950)
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25.08.2006 07:32 #7ehemalige Gäste/Mitglieder
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AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Guten Morgen,
da sind wir an dem wunden Punkt: Die Forschung geht weiter. Jeder Wissenschaftler hat eine spezielle Aufgabe und ist in sein Themengebiet, sagen wir einmal verliebt. Die meisten Wissenschaftler sind wirtschaftlich gesehen reine Zuschussbetriebe. Alleine wären sie nicht existent, auch Stiftungen und Vereine stoßen schon lange an die Grenzen.
Nun ergibt sich in diesen Zeiten die Frage: Welche Wissenschaften sollten, was das finanzielle Verhalten angeht, überhaupt noch forciert werden? Astronomie ist gewiss interessant. Was aber haben wir messbar für die Zukunft? Ich lasse mich gerne überzeugen, halte jedoch eine Überprüfung der aus meiner Sicht oft verschwendeten Gelder für unabdingbar. Nur weil eine Station für Wissenschaftler schon 100 Millionen gekostet hat ist es kein Grund weitere 100 Mille hinen zu stecken. Das heißt auch nicht, dass alle nach Hause geschickt und die Station geschlossen wird. Aber muss man ein Teleskop erneuern, das drei Jahre alt ist um einen Planeten zu entdecken, der dann vielleicht keiner sein wird?
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25.08.2006 10:14 #8
AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Kosten- Nutzenrechnung bei Naturwissenschaften und Forschung? Ist das nicht der verkehrter Weg? Ist Wissen an sich nicht unbezahlbar? Wie soll man feststellen welche Naturwissenschaft gefördert werden soll und welche nicht? Die wenigsten Erkenntnisse haben, in kurzer Zeit, etwas für die Menschen sinnvolles hervorgebracht! Auf längere siecht haben sich aber alle als nützlich erwiesen. Wenn unsere Vorfahren auch so gedacht hätten, wo wären wir heute? Noch immer mit Steineklopfen beschäftigt?
Falls es gelingen sollte die wirklichen „Steuergeldschlucker“ zu eliminieren hätte Vater Staat auch genügend Geld in der Kasse. Die Frage ist also prinzipiell nicht welche Wissenschaften zu fördern sind, sondern:
War es nötig, das die Bundesregierung nach Berlin zieht?
Ist es nötig, das der BND nach Berlin zieht?
Ist es nötig, schon bei ihrer Auslieferung veraltete Kampfflugzeuge zu ordern? Wenn der Weltmarkt bessere und günstigere anbietet, nur wegen des Prestiges wegen? usw.
Es gibt sogar schon ein Sparbuch, die Verantwortlichen sollten mal im Steuerzahlerschwarzbuch lesen.
Also ich sage Hände weg von der Forschung, die heutige Forschung bringt uns vielleicht nichts, aber unseren Kindern oder Enkelkindern.Wir lernen aus Erfahrung, daß die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.(George Bernard Shaw Irischer Dramatiker, 1856-1950)
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25.08.2006 10:25 #9ehemalige Gäste/Mitglieder
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AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
Jein...denke ich...jein.
Ein neuer Planet wird vielleicht entdeckt. Schön. Ob er allerdings zum Umsiedeln im Jahr 2498 taugt weiß ich nicht. Ob er wichtig wird für das Überleben der Menschheit? Mag sein...
Wissenschaft ist wichtig, keine Frage. Sie brachte uns dorthin, wo wir sind, leider und Gott sei Dank. Schnupfen gibt es noch immer, Grippe auch. Schade. Dafür wissen wir, dass auf dem Mars ein Stein zuhause ist, der eine Substanz an sich hat, die man nicht kennt. Geil.
Umzug der Politik nach Berlin war irre doof. Hauptstadt hätte Berlin dennoch sein dürfen, warum nicht. Aber Politik ist niemals ortsbezogen. Das gilt auch für alle anderen Behörden, deren aktives Tun nicht am Ort ausgeführt werden muss.
Einen Eurofighter zu bestellen, der nur 20 Jahre Lieferzeit hat und schon seit Jahren veraltet ist Schwachsinn, war auch schon zu Beginn der Diskussion umd en Eurofighter Schwachsinn. Dennoch wurde es Scharping danals erlaubt eine Bestellung aufzugeben. Der Grund ist einfach: Der Bürger hat keine Lobby, nicht einmal der Bund der Steuerzahler hat eine. Ich lese mit wachsender Begeisterung deren Berichte.
Back to the roots: Schwieriges Thema, das mit den Wissenschaften, schon klar. Jeder hat Prioritäten. Aber manch Euro ist totes Kapital, von vorneherein. Ein 45jähriger Familienvater mit drei Kindern hat als HartzIV-Empfänger wenig von der Tatsache, dass Pluto nicht mehr der ist, der er vorgestern noch war. Er kann davon weder seine Kids, noch Frau und sich selbst richtig über Wasser halten. Deshalb wäre es an der Zeit, manches Geld eben einzusparen.
Nicht nur bei der Wissenschaft. Die drängte sich gestern nur deutlich auf...2.500 Profis sitzen an einem Tisch und stimmen ab, dass die Definition Planet nun gefunden wurde. Wer bezahlt diese 2.500 Profis? McDonalds? War es gar ein ehrenamtliches Engagement?
Es gibt viele Einsparmöglichkeiten, eines davon sind Felder der Wissenschaft...
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25.08.2006 20:21 #10
AW: Hilfe: Ein Planet ist weg!
@kaiserfive Warum muss sich in der heutigen Gesellschaft alles „rechnen“? Wenn das überall so wäre, dann gute Nacht! Wenn ich dies auch auf meine drei Jahre alte Tochter übertragen würde. Die kleine bring doch auch auf lange siecht nichts! Sie kostet nur Geld, und wie jede Mutter oder jeder Vater weiß nicht wenig! Rein finanziell ein Disaster! Wenn ich rein rationell denken würde dürfte ich keine Kinder haben! Würde ich sie hergeben? Auf keinen Fall, die kleine ist für mich unbezahlbar, genau wie Wissen, und ich würde beides nicht missen wollen!! Ich finde Wissen an sich unbezahlbar! Die Forschung ist doch unsere Zukunft und da willst Du sparen? Der Mensch, so hoffe ich, ist ein neugieriges Lebewesen. Die Klärung von Fragen, das warum, weshalb wie usw. ist doch ein Bedürfnis, dass auch befriedigt werden will. Wie willst Du festlegen, welche Gelder der Wissenschaft förderungswürdig sind und welche nicht. Keiner kann in die Zukunft sehen, was was bringt.
Wir lernen aus Erfahrung, daß die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.(George Bernard Shaw Irischer Dramatiker, 1856-1950)
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