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06.04.2007 14:33 #1
...und zum Nachtisch: Zabaglione.
6.4.2007 (14:19)
...und zum Nachtisch: Linux.
Einen echten Leckerbissen haben uns da italienische und amerikanische Computerbesessene aufgetischt: Sabayon(e). Die Entwickler dieses Betriebssystems mit Linux-Kern haben sich einiges auf die Fahnen geschrieben: "Our mission is simple: making things that just work, using one of the most scalable Operating System".
Mit dem fertig vorkonfigurierten Beryl-Fenstermanager hat Sabayone gute Aussichten, Vista als Konkurrent gefährlich zu werden. Sich streckende Fenster beim Verschieben, animierte Mauszeiger, transparente Fensterrahmen- und Inhalte sowie Wassertropfen auf dem Desktop sind nur einige der 3d-Effekte, die bereit stehen. Mit einem angestaubten Konsolensystem hat das nichts mehr zu tun.
Kein System für Puristen
Sabayone-Linux Startbildschirm
Wer auf reines Open-Source Wert legt, ist bei dieser Distribution verkehrt. Denn im Gegensatz zu Sidux (als Beispiel) enthält SabayonLinux bereits "ab Werk" proprietären Code. Ob man das hinnehmen will ist letztendlich eine akademische Frage, denn es ist kaum anzunehmen, daß Hardwarehersteller wie ATI in naher Zukunft ihre Geheimnisse offenbaren werden. Auch bei reinen OSS-Distributionen wird man als Nutzer zumindest closed source Treiber über lang oder kurz einsetzen müssen.
Es lohnt sich, das 3,1GB große DVD-Image herunterzuladen, zu brennen und seinen Rechner damit einmal Life zu booten. Im Auswahlmenü der DVD sollte man hierzulande die Sprache per Taste F2 auf "Deutsch" einstellen, alles weitere läuft dann automatisch ab. Anmeldepasswort im Live-Modus einfach leer lassen. Verfügt man über eine Grafikkarte, welche AJGLX unterstützt, erhält man die besten Resultate bei der 3d-Darstellung. Im Gegensatz zu Windows-Vista läuft das alles schon bei wesentlich weniger Ressourcenverbrauch.
Sabayone-Desktop und Startmenü
Im Live-Modus, ohne Installation direkt von der DVD gebootet, muß man schon etwas Geduld aufbringen, bis das System konfiguriert und vollständig gestartet ist. Aber es geschieht wie von Geisterhand alles automatisch. Auch die Programmstarts laufen nicht ganz so flott, wie von der Festplatte gewohnt, und die Programmmenüs erscheinen z.T. stark verzögert, da sie von der relativ langsamen DVD gelesen werden müssen.
Animierter 3D-Desktop - Wechsel zwischen Arbeitsflächen
Auch für Spiele-Freaks
Doch schnell ist dieses System, wenn es richtig installiert ist. So schnell, daß sogar Spiele-Fans nicht zu kurz kommen. Demos von Quake und anderen leistungshungrigen Spielen finden sich neben Google-Earth und einem umfassenden Softwarepaket vorinstalliert auf dem Desktop...
Ein paar Schnitzer sind den ambitionierten Machern dennoch unterlaufen, so muß man z.B. im fertig installierten Streamtuner noch die Einstellungen für das Wiedergabeprogramm anpassen: Der ursprünglich verwendete Player xmms wurde gegen audacious getauscht, die Konfiguration verweist jedoch noch auf xmms, was Streamtuner mit der schnöden Antwort "file not found" quittiert.
Ebenfalls flüssig animiert: Maximieren und Minimieren von Fenstern.
Die Zukunft
Solche Kleinigkeiten trüben nicht den wirklich positiven Gesamteindruck dieser bemerkenswerten Betriebssystem-Variante, die durchaus das Zeug dazu hat, Microsoft in Zukunft einmal den Rang abzulaufen. Von Sabayon-Linux kann man noch einiges erwarten. Daß sich Linux im allgemeinen längst zu einer echten Alternative für den täglichen Einsatz entwickelt hat, bescheinigt ihm einmal mehr der gestern erschienene, umfassende Artikel im Manager-Magazin: "Wer glaubt, Linux werde nur von Hobby-Programmierern gebastelt, tauge nicht viel und sei deshalb kostenlos, der irrt." An dieser Tatsache ändern auch die mittlerweile über mehrere Jahre hinweg andauernden Versuche von microsoftnahen Unternehmen wie SCO, das freie Linux durch verschleppte Prozesse medienwirksam bei potentiellen Anwendern zu diskreditieren, nichts. Sagte man den "Linux-Fricklern" in der Vergangenheit gerne nach, sie würden Windows nur kopieren, so hat sich die Lage mittlerweile umgekehrt: Oft genug ist es der Weltmarktführer, der sich heimlich bei den freien Systemen bedient und bewährte Funktionen seinem neuesten Windows einverleibt - freilich ohne diesen Umstand seinen Kunden mitzuteilen.
Download: Sabayon Linux - Home
Sabayon-Diashow: OSDir.com\"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.\" (Kurt Marti)
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06.04.2007 16:54 #2
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Hallo Funkenzupfer,
Wieviele Jahre braucht Sabayon um Microsoft Windows den Rang abzulaufen?Microsoft in Zukunft einmal den Rang abzulaufen
Ich kenne mich in der Linux-Welt nicht aus, aber wie bitte will man es schaffen? Mit einem gutem Betriebssystem, sicherlich nicht.
Nicht das beste Betriebssystem ist auch das was gekauft wird.
Gruß bang
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06.04.2007 18:55 #3
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Wie sollte ein Normal User auch auf Linux kommen?
Zu 95% ist ja MS auf den Rechnern vorinstalliert !
Fast jeder kommt damit klar und wird sich hüten zu wechseln.
Linux wird im allermeisten Fall nur im Bezug auf Knoppix in betracht kommen.
Denn hier kommen die Vorteile zum Vorschein !!
Von MS auf Linux umzusteigen wäre wie als Rechtshänder mit Links schreiben zu müssen.
Ausserdem liegt Windows in Sachen Hard-Softwareerkennung wohl um Längen vorn.
Als Gott sah, dass er die Menscheit nicht mit Seuche, Pest und Sintflut bestrafen konnte, schickte er mich!!!
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06.04.2007 20:57 #4gandalf_32Gast
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
.....und man denke nur mal an die ganzen Spiele. Schade eigentlich, dass Spieler durch fehlende Unterstützung zu einem bestimmten Produkt gezwungen werden. Sonst hätte MS mit Linux eine starke Konkurrenz.Ausserdem liegt Windows in Sachen Hard-Softwareerkennung wohl um Längen vorn.
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06.04.2007 23:18 #5
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Macht´s doch so wie ich:
1. Festplatte - Windows XP Home
2. Festplatte - openSuse 10.2
Ich bin zufrieden! Wenn ich spielen will, wechsel ich zu Windows. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit Windows mehr Arbeit und Ärger habe, als mit openSuse. Es läuft einfach stabil, ist nicht so virenanfällig und wenn ich nicht wieder in mein Fricklerstadium zurückfalle, ist es sogar ziemlich absturzsicher! Ausserdem brauche ich nie wieder defragmentieren!!!
Gruss
HasepuppyLiebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. (Matthäus 19.19b)
PS: Ich bin Dein Nächster!
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06.04.2007 23:23 #6
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Im Gegensatz zu vielen anderen (puristischen) Distributionen verwendet Sabayon alle für Linux verfügbaren Treiber, egal ob Open Source oder nicht, und egal ob vom Hersteller oder von der Linux-Gemeinschaft programmiert.Ausserdem liegt Windows in Sachen Hard-Softwareerkennung wohl um Längen vorn.
Es ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit für die Hardwarehersteller: Je mehr Linux-Treiber von den Anwendern künftig nachgefragt werden, desto bessere Treiber-Unterstützung wird es geben. Kein Hersteller kann es sich auf die Dauer erlauben, an einem wachsenden Markt vorbei zu produzieren... Das gilt analog auch für die Spielebranche. Auf Hilfskonstrukte wie die Einbindung von Treibern, die vom Hersteller eigentlich für Windows geschrieben wurden, wird man wohl in absehbarer Zeit ganz verzichten können.
Wieviele Jahre das noch dauern wird? Ob Windows überhaupt jemals ganz eingeholt wird? Das ist schwer einzuschätzen und hängt auch vom Verhalten und den Strategien des Weltmarktführers selbst ab. Doch ich bin sicher: So mancher Nutzer wird es sich gründlich überlegen, extra für Vista neue Hardware anzuschaffen, wenn er die Möglichkeit hat, auf seiner vorhandenen und gut funktionierenden Hardware vergleichbare Features kostenlos mit Linux geboten zu bekommen...
Der Zeitpunkt ist günstig, den Umstieg zu wagen: Auch an Vista müßte man sich erst gewöhnen, vieles findet sich im neuesten Produkt aus Redmond - wie bei Versionssprüngen üblich - an anderer Stelle, und Arbeitsabläufe wurden darin geändert. Die Eingewöhnung in ein Linux a la Sabayon ist also derzeit kein echter Mehraufwand, zumal die Oberfläche wie unter Windows intuitiv bedienbar ist.
Eine starke Konkurrenz durch Linux ist auch für den Anwender gewinnbringend, der bei Windows bleibt oder beide Welten nutzt: Im besten Fall wird Microsoft dadurch wieder zu echten und innovativen Höchstleistungen herausgefordert, statt immer wieder nur neue Oberflächen für eine längst vorhandene Technologie auf den Markt zu bringen: Die wirklichen - ursprünglich geplanten - technologischen Neuerungen sind in Vista bekanntlich dem Rotstift einer falsch verstandenen Sparwut zum Opfer gefallen.
Grüße
Funkenzupfer.\"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.\" (Kurt Marti)
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07.04.2007 10:23 #7
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Hallo,
das Ziel kann es ja nicht von Linux sein ein alternativ Betriebssystem neben Microsoft Windows zu sein.
Ich frage mich auch warum es soviele unterschiedliche Linuxvarianten gibt. Sicherlich von Vorteil für spezielle Aufgaben, aber wirklich als Konkurrenz von Microsoft Windows zu sprechen muss man in der Linuxwelt zusammenhalten und ein Linux-Desktop herausbringen, so bezeichne ich es einfach mal, vermarkten, fördern und entwickeln.
Und wenn ich mal wirklich von einem Beriebssystem höre, was ein wirklich gutes Konzept hat, werde ich mich daran versuchen. Vorher lerne ich lieber was anderes als mich mit einem Betriebssystem zu beschäftigen, was sich nie durchsetzen wird.
Grüße
Bang.
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07.04.2007 22:57 #8
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Also ich habe jetzt von Linux über Beos, Zeta, MacOS bis Windows alles ausprobiert. Das bis jetzt immer noch einzige zu 90% kompatible ist nunmal Windows XP (Vista wird dafür noch etwas "Patchwork" brauchen). Selbst Win98, was ich immer noch nutze, ist nicht so vielseitig.
Soll jetzt echt keine Werbung für MS sein, aber was anderes ist einfach nicht für die breite Masse nutzbar.
Entweder läuft das BS nicht mit jeder Hardware (Linux, MacOS) , ist nicht für alles zu gebrauchen (Zeta, BeOs, Linux) oder ist einfach zu kompliziert ans Laufen zu kriegen (alle sogar Windoof)
Und der Preis ist definitiv auch kein Entscheidungskriterium, wenn nämlich Liesschen Müller auf Linux umsteigen will, muss sie sich auch eine Fertigdistribution von Red Hat oder Suse (oder.....) kaufen, damit sie Support hat, und das kostet dann auch nicht weniger wie ein neues MS BS.
Die Entwicklung wird Imho auf eine Art "Verschmelzung" von Linux/Unix und Windows hinauslaufen (10-15 Jahre Zeitrahmen).
Man sieht doch an Apple (setzt jetzt Intel Hardware ein) und MS (Virtual PC2007 unterstützt schon Linux als BS) und selbst an Linux (immer mehr Win Emulatoren, Unterstützung von MS Dateisystem, immer bessere GUI und inzwischen ebenfalls proprietäre Softwareteile) dass sich die einzelnen BS immer mehr "vernetzen" und einander annähern.Wer nicht weiss wovon er redet sollte besser die Klappe halten.
Also: Schnauze Welt!
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07.04.2007 23:19 #9
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Aber da wären wir nicht bei der breiten Masse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der kaum was mit dem Pc zu tuen hat und so auch keine Interesse hat sich großartig mit dem Pc auseinander zu setzten sich ein anderes BS zu virtualisieren.Die Entwicklung wird Imho auf eine Art "Verschmelzung" von Linux/Unix und Windows hinauslaufen (10-15 Jahre Zeitrahmen).
Ich weiß ja nicht, aber annähern wurde ich nicht unbedingt sagen eher weiterentwickeln (verbessern).dass sich die einzelnen BS immer mehr "vernetzen" und einander annähern.
@Magic Mike
Aber für mich stellte sich ja eher die Frage kann Linux wie in der News angedeutet jemals Windows den Rang ablaufen?
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07.04.2007 23:51 #10
AW: ...und zum Nachtisch: Zabaglione.
Ich denke nicht dass Linux eine wirkliche Alternative sein kann, dafür setzt es zuviele PC Kenntnisse voraus. Man muss nicht unbedingt programmieren können (obwohl es sehr hilfreich ist!)
aber man muss zumindest im Prinzip etwas von dem Zusammenspiel von Hardwareteilen verstehen. Man sollte mit der Kommandozeile mindestens etwas umgehen können und verstehen was eine Aktion softwaremässig in Gang setzt.
Man kann Linux, besonders solche fertigen Distributionen auch als "Normalanwender" nutzen und damit arbeiten, aber wenn mal was nicht klappt sitzt man meistens ziemlich dumm in der Gegend rum.
Und egal wieviele Treiber schon integriert sind, ausgerechnet der den man braucht ist mal wieder nicht dabei.
Man schau sich mal die Linuxforen an, da kriegt man dann als "Normaluser" auch keine Hilfe, weil man entweder als NOOB ignoriert wird (ja ist mir schon mehrfach passiert) oder man kann mit den Begriffen nichts anfangen (wer weiss schon was kompilieren heisst)
Linuxuser sind halt ein eingeschworenes Völkchen was uns Windoof Nutzer etwas belächelt.
Selbst ich , und ich kann etwas programmieren, finde Linux zu unpraktisch. Klar man kann wesentlich mehr einstellen und für persönliche Bedürfnisse anpassen (einer der Gründe warum ich es auch auf meinem Rechner habe) und der Lieferumfang einer Distribution enthält alles was man so braucht (also keine extra Software mehr kaufen) aber es macht halt nichts (oder fast nichts) alleine, Wechseldatenträger muss man meistens selber mounten, Updates von Hand suchen und einspielen....
@ Bang
Aber Du solltest es trotzdem mal ausprobieren, eigentlich macht es nämlich richtig Spass und man kann vieles machen was unter Windows einfach nicht geht.Wer nicht weiss wovon er redet sollte besser die Klappe halten.
Also: Schnauze Welt!
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