Die Leistungsoptimierung bzw. "Wartung":
Wird hier zwar „nur“ als Wartung bezeichnet, ist aber wesentlich mehr.
Was während einer Wartung alles gemacht wird:
- Die „nicht benötigten Dateien“ werden gelöscht, diesen Punkt kann man aber auch abschalten (darunter verstehen sich alle temporären Dateien und temporären Installationsdateien, man muss also keine Angst haben, das irgendetwas persönliches gelöscht wird)
- Die Festplatte wird defragmentiert (allerdings nur C: )
- Ein kompletter Virenscan wird durchgeführt
- Die neu hinzugekommenen Dateien werden gesichert
- Updates und Patches für Microsoft Produkte (also XP, Office usw.) werden gesucht und installiert.
Hierbei handelt es sich also im Endeffekt um eine komplette Optimierung und Sicherheitsüberprüfung des Rechners.
Einstellungsmöglichkeiten:
Die einzelnen Aufgaben lassen sich unter: „
Weitere Links: Einstellungen ändern“ auch noch etwas anpassen, allerdings nur sehr beschränkt.
Bilder:
Einstellungen für Firewall; Wartung; Datensicherung; Viren und Spyware; Druckerfreigabe; Protokollierung.
Was hier auffällt, aber auf der Startseite nicht gleich zu sehen ist, sind eine verbesserte Firewall und eine Druckerfreigabe für die Rechner welche zur One Care Gruppe gehören.
Die Firewall:
Als erstes fällt einem natürlich auf, dass die Firewall auch ausgehende Verbindungsversuche erkennt, was mit der in XP- oder Vista integrierten nicht geht. Allerdings sind auch deren Einstellungen recht einfach gehalten, was aber langes Suchen und Fummeln erspart.
Die Druckerfreigabe:
Hier ist es möglich alle Drucker, die an Rechnern der eigenen One Care Gruppe angeschlossen sind, für die anderen Gruppen PC´s freizugeben. Das ginge zwar auch mit Bordmitteln des Betriebssystems, ist hier aber viel einfacher einzustellen und muss nicht auf allen Rechnern einzeln gemacht werden.
Man gibt auf dem Hauptrechner die Drucker alle einmal frei und auf den Gruppenrechnern wird der Drucker dann automatisch mit eingebunden (das funktioniert allerdings nur mit lokal angeschlossenen Druckern, mit meinem Netzwerkdrucker an der Fritzbox hat es nicht geklappt)
Und nun noch ein paar Worte zur vielleicht unscheinbarsten Funktion:
Die One Care Gruppe
Was ist eine One Care Gruppe:
Es ist eine Gruppe von bis zu drei Rechnern, welche in einer Gruppe zusammengefasst werden (deshalb auch drei Lizenzen pro Windows Live One Care Box). Wie bereits oben beschrieben, kann diese Anzahl jedoch beliebig erweitert werden, durch den Kauf zusätzlicher Lizenzen.
Was habe ich davon:
Es ermöglicht von einem Rechner aus den Wartungs - und Sicherheitsstatus der einzelnen Rechner zu ersehen und gegebenfalls auch Massnahmen ergreifen. Dabei steuert der Haupt PC (es können auch mehrere eingerichtet werden) die Funktionen der anderen, man kann also ohne Fernsteuerungssoftware die Datensicherung oder einen AV Scan starten.
Anscheinend ist es auch möglich, verschiedenen Rechner in einer Gruppe zusammenzufassen, wenn sie sich nicht am gleichen Ort befinden, dann funktioniert aber die „Fernsteuerung“ nicht bzw. nur wenn ein VPN eingerichtet ist. Dieses konnte ich aber wegen fehlender Möglichkeiten so nicht testen.
Fazit:
Es wird von Microsoft als Komplettlösung angepriesen, und das ist es auch.
Für den „Normalanwender“, der sich nicht mit einzelnen Einstellungen von Firewalls, Antivirenscannern, Drucker- und Netzwerkeinstellungen rumschlagen kann/will, ist es das (fast) perfekte Tool. Es vereinfacht und bündelt die Einstellungen, die man sich normalerweise „zusammensucht“ und verbindet das mit einem einfachen aber wirkungsvollen Sicherheitspaket.
Und da es direkt von Microsoft kommt ist die Integration in das bestehende Betriebssystem natürlich wesentlich komfortabler und „eingängiger“ als bei anderen Lösungen.
Der "Power-User" hingegen wird damit nicht wirklich was anfangen können, da die Einstellungsmöglichkeiten bewusst etwas einfacher gestaltet sind und somit nicht ganz so differenziert wie manch einer das haben mag.
Dass es die Signaturupdates nur für ein Jahr inclusiv gibt, und man dann ein neues Abonnement kaufen bzw das bestehende verlängern muss, ist man ja inzwischen von fast allen anderen Firewall- und Antivirenprogrammen gewohnt. Und der UVP von 49,95 € pro Jahr ist auch in dem Bereich, der für andere Lösungen bezahlt werden muss.
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