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WLan ist nicht gleich WLan...

  • Funkenzupfer
  • 19. Oktober 2005 um 15:41
  • Geschlossen
  • Funkenzupfer
    Masterprofessional
    Punkte
    8.830
    Beiträge
    1.652
    • 19. Oktober 2005 um 15:41
    • #1

    Wem die Reichweite seines WLans mit 2,4 GHz nicht genügt... bitteschön, es gibt Alternativen.

    Man kann z.B. WLan-Repeater einsetzen, deren Verwendung bringt jedoch z.T nicht unerhebliche Verzögerungen bei der Übertragung mit sich. Zudem ist der Einsatz wegen der Überlagerung der Frequenzbereiche nicht überall möglich, insbesondere wenn mehrere Netze in der Umgebung vorhanden sind.

    Weniger bekannt ist, daß der Gesetzgeber die verschiedenen Frequenzbänder, die für WLan-Aktivitäten zur Verfügung stehen mit unterschiedlichen Beschränkungen ausgestattet hat:

    - Im 2,4 GHz-Band, das ist das meistverwendete Band im privaten Bereich, darf nur mit 100 mW gesendet werden - Oftmals zuwenig für Stahlbetonwände und -Decken moderner Bauten.
    - Der 5GHz-Bereich gliedert sich in zwei Subbänder, auch hier sind wieder differenzierte Sendeleistungen vorgeschrieben.
    5170-5350 MHz, nur für Geschlossene Räume, zulässig max. 200 mW bei TPC (Automatische Leistungsreduzierung) und DFS (Dynamisches Frequenzwechselverfahren). Das ist immerhin schon doppeltsoviel wie im 2,4GHz Bereich.
    5470-5725 MHz, innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, max 1 W Sendeleistung erlaubt bei TPC + DFS.

    Wer also Probleme mit der Übertragungsleistung seines WLans hat, sollte neben anderen Maßnahmen bzw. als letzte Möglichkeit auch den kompletten Umzug in einen anderen Frequenzbereich mit entsprechender Erhöhung der Sendeleistung ins Auge fassen. Im 5GHz-Band überschneiden sich zudem die Frequenzbereiche der einzelnen Kanäle - anders als im 2,4GHz Band - nicht, ein weiterer Vorteil der für den Einsatz dieser Technik spricht. Dagegen sprechen meistens nur die Kosten, Geräte für 5GHz sind meist bedeutend teurer.

    Übrigens: Mittels professioneller Richtantennen wurden auch schon erfolgreich pivat organisierte Enklaven außerhalb der Versorgungsbereiche der DSL-Anbieter an den bis dahin unerreichbaren Breitbandanschluß angekoppelt... Selbstbau ist zwar erlaubt, kommt jedoch wegen der erforderlichen Präzision der Abmessungen aller relevanten Bauteile in der Praxis kaum in Betracht.


    Grüße
    Funkenzupfer.


    Quelle:
    [url=http://www.bundesnetzagentur.de/enid/0,0/Frequenzordnung/Allgemeinzuteilungen_9u.html]Bundesnetzagentur[/url] (Verfügung 35/2002 vom 13.11.2002 sowie Vfg 89/2003), Dort auch sämtliche anderen Frequenzbereiche und ihre Nutzungen.

    \"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.\" (Kurt Marti)

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