Steve Jobs Meinung über Android und Samsung Galaxy Tab

Steve Jobs lästert über Android und 7-Zoll-Tablets

Kompakte iPad-Konkurrenten letztendlich zu nah am Smartphone

Steve Jobs hat die Präsentation der aktuellen Apple-Quartalszahlen genutzt, um über die Konkurrenz in Form von Android und Sieben-Zoll-Tablets herzuziehen. Letztere sind dem Unternehmenschef zufolge zu klein und daher "Dead on Arrival", also schon zum Marktstart tot. Diese Ansage ist hart, doch nach Ansicht von Analysten nicht unbegründet. "Es wird User geben, denen eine Sieben-Zoll-Tablet reicht. Aber das Nutzererlebnis wird eher einem Smartphone als einem Tablet gleichen", erklärt Carolina Milanesi, Research VP Mobile Devices bei Gartner, im Gespräch mit pressetext.

Weitere Jobs-Kritik an Android wie etwa der zunehmenden Fragmentierung selbst im Bereich App-Märkte, sind der Analystin zufolge ebenfalls nicht ganz von der Hand zu weisen. Der Apple-Boss gibt ferner an, dass es im abgelaufenen Geschäftsquartal im Schnitt 275.000 Aktivierungen von iOS-Geräten pro Tag gab, was Android klar in den Schatten stelle.


Größer ist besser
Mit dem Galaxy Tab startet in diesen Tagen einer der ersten ernstzunehmenden iPad-Herausforderer zu teils sehr guten Kritiken. "Samsung bringt das bessere iPad" urteilt heute, Dienstag, das Handelsblatt. Doch Apple gibt sich von solchen Sieben-Zoll-Geräten unbeeindruckt. Jobs verweist darauf, dass das Display eines derartigen Modells effektiv nicht einmal halb so groß ist wie beim iPad. Die kompakten Geräte seien weder recht Smartphone noch recht Tablet. Genau das könnte Sieben-Zoll-Modellen tatsächlich zu schaffen machen, glaubt auch Gartner.
"Ich kann mir vorstellen, dass ein User sowohl iPad als auch iPhone besitzt. Bei Galaxy S und Galaxy Tab ist das nicht der Fall, der Unterschied ist nicht groß genug", meint Milanesi. Wenn Kunden sich überhaupt Sieben-Zoll-Tablet und Handy zulegen, wird letzteres wohl eher ein Billigmodell, so die Analystin. Hinzu kommt, dass Samsungs Tab so wie bislang die meisten iPad-Herausforderer Android nutzt - also ein Betriebssystem, dass laut Google selbst nicht wirklich für Tablets ausgelegt ist, wie Jobs betont.


Marktplatz-Fragmentierung
Mit Android kommen auf die Tablets zudem alle Probleme zu, welche die Plattform an sich hat. Steve Jobs verweist darauf, dass App-Entwickler ihre Programme für diverse Android-Versionen und Geräte optimieren müssen. Er betont zudem, dass es neben dem eigentlichen App Market für Android immer mehr zusätzliche Marktplätze gibt, was Entwicklern den Vertrieb erschwert. "Da hat er ein sehr schlimmes Bild gezeichnet. Doch es gibt tatsächlich Probleme besonders für kleine Entwickler, die sich nicht leisten können, tonnenweise unterschiedliche Versionen zu schaffen", sagt Milanesi. Das bestehende Problem werde Google wohl mit dem weiteren Reifen von Android in den Griff bekommen.
Was die Gerätezahlen betrifft, stellen die vom Apple-Chef genanten Aktivierungszahlen nicht nur die von Google-CEO Eric Schmidts genannten 200.000 Android-Geräte pro Tag in den Schatten. Im Jahresschnitt würde Apple damit auch die Verkaufsprognosen von Gartner übertreffen. Allerdings bezieht sich der Apple-Chef auch auf ein Quartal, in dem dank iPhone-4-Start 14,1 Mio. Geräten verkauft wurden, also um über 60 Prozent mehr als Gartner zufolge im zweiten Quartal 2010. Zudem sind auch iPad und iPod touch iOS-Geräte.

(ck)

pte

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