Weltweiter Kampf um Webmail wird härter

Der Kampf um Webmail geht in eine neue Runde. Microsoft rüstet auf, Google attackiert Facebook und Twitter, und der Kontert von Facebook lässt nicht lange auf sich warten.

November 2010

Facebook will mit "Titan" Gmail ausstechen

Gerücht: Eigener Webmail-Dienst wird am Montag präsentiert

Webmail-Diensten wie Gmail oder Yhaoo Mail droht neue Konkurrenz durch Facebook. Das soziale Netzwerk hat zu einer Veranstaltung im Rahmen der Web 2.0 Summit http://web2summit.com geladen. In Technikblogs wird einhellig davon ausgegangen, dass Facebook am Montag eine große Neuerung seiner Inbox präsentiert. Mit "Project Titan" soll ein eigener, vollwertiger Webmail-Client starten.

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Bereits im Februar dieses Jahres wurde kolportiert ,dass Facebook an einem eigenen E-Mail-Dienst arbeitet. Angesichts des offenbar bevorstehenden Starts brodelt jetzt die Gerüchteküche. So will ZDNet von einer Microsoft-nahen Quelle erfahren haben, dass Facebooks E-Mail-Dienst eine Integration mit Microsofts Office Web Apps bieten wird.


Persönlicher Überblick
TechCrunch zufolge wird Titan nicht einfach nur ein überarbeitetes User Interface mit zusätzlichem POP-Zugriff bieten, sondern einen vollwertigen Webmail-Dienst mit eigenen "@facebook.com"-Adressen. Als ein potenzieller Vorteil gilt, dass Facebook die Beziehungen des Users im sozialen Netzwerk genau kennt. Dieses Wissen ist für die Sortierung von Nachrichten wertvoll. Das soziale Netzwerk könnte Usern in der Inbox einen besseren persönlichen Überblick über die aktuellsten Neuigkeiten bieten als die Webmail-Konkurrenz.
Als potenzieller Gmail-Killer soll Facebooks Web-E-Mail zudem auf ein Bündnis mit Microsoft setzen. Laut ZDNets Insider wird der Dienst einen direkten Zugriff auf die kostenlosen Office Web Apps bieten. Demnach soll die Integration noch tiefer gehen als bei Microsofts Docs für Facebook. User würden auch ohne lokal installiertes Office-Paket so einen umfassenden Zugriff auf Office-Dokumente bekommen, wie ihn Microsoft im eigenen Webmail-Dienst Hotmail bietet.

 

Mai 2010

Microsoft rüstet im Webmail-Kampf auf

Hotmail wird übersichtlicher und setzt auf Content-Direktanzeige

Microsoft hat gestern, Montagabend, eine Vorschau auf die nächste Version seines Webmail-Dienstes Hotmail http://www.hotmailpreview.com gegeben. Im Kampf gegen Konkurrenten wie Gmail wird an allen Fronten aufgerüstet, wobei Microsoft den etwas in die Jahre gekommenen Dienst entsprechend den Anforderungen moderner Nutzer neu zu erfinden versucht.

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Unter anderem verspricht das runderneuerte Hotmail besseren Überblick über verschiedenartige E-Mails in der Inbox. Beim Teilen von Fotos oder Dokumenten setzt Microsoft auf die Verbindung zur eigenen Online-Festplatte SkyDrive. Viele Inhalte wie Office-Attachments oder auch YouTube-Links können in Zukunft direkt in Hotmail geöffnet werden.


Mehr Überblick
Da in der E-Mail-Inbox von heute immer mehr verschiedene Kommunikationskanäle zusammenlaufen, setzt Microsoft auf One-Click-Filter. So können User gezielt nur einen einzelnen Nachrichtentyp anzeigen, seien es herkömmliche E-Mails von Kontakten oder Updates aus Facebook und Co. Außerdem verspricht eine Sweep-Funktion, den Umgang mit Werbe-Newslettern und anderen nicht unbedingt erwünschten Nachrichten, die keinen Spam im eigentlichen Sinne darstellen, zu erleichtern.
In manchen Punkten hat Microsoft offenbar Anleihen bei der Konkurrenz genommen. Im Fall der Möglichkeit, E-Mails ähnlich wie in Gmail in Konversations-Threads anzuordnen, spricht der Konzern das auch recht unverblümt an. Im Vergleich zum Google-Konkurrenten will man dabei damit punkten, dass Nutzer diese Sortierung bei Hotmail im Gegensatz zu Gmail auf Wunsch auch deaktivieren können.


Direktzugriff
Ferner sorgt Microsoft in Zusammenarbeit mit Partnern dafür, dass Nutzer mehr Aktivitäten direkt aus der Hotmail-Inbox heraus erledigen können. Wenn ein User einen Link beispielsweise zu einem YouTube-Video oder einem Flickr-Fotoalbum erhält, werden die Inhalte direkt in einem "Active view" angezeigt. Ähnliches verspricht Microsoft auch für andere Online-Angebote wie etwa Paketverfolgung.
Office-Dokumente können in Zukunft ebenfalls direkt in Hotmail geöffnet werden. Dabei setzt Microsoft auf die Technologie seiner Office 2010 Web Apps, mit der das Unternehmen auch schon seinen Docs-Angriff auf Facebook gestartet hat. Dass Hotmail beim Versand von Fotos oder Dokumenten bis zu zehn Gigabyte an Attachments erlaubt, ist indes nicht restlos praktisch, da viele Mailsever derart große Nachrichten gar nicht annehmen.


SkyDrive-Attachments
Für das Problem derart großer zu versendender Datenmengen sieht Microsoft im neuen Hotmail freilich eine Lösung vor. Bilder oder Office-Dateien, die als E-Mail-Anhänge gedacht sind, können statt direkt in Hotmail auch leicht auf Microsofts Online-Festplatte SkyDrive hochgeladen werden. Die Nachricht selbst enthält dann neben Previews im Fall von Fotos lediglich einen Attachment-Link, statt direkt eine große Datenmenge zu verschicken.
Weitere Hotmail-Neuerungen umfassen eine Synchronisation von E-Mails zwischen Handy und Hotmail via Exchange ActiveSync sowie verbesserte Sicherheit unter anderem durch SSL-Verschlüsselung während der gesamten Hotmail-Sitzung. Dem Windows Team Blog soll der Rollout des neuen Hotmail "in den kommenden Wochen" beginnen.

 

Februar 2010

Gmail legt sich mit Facebook und Twitter an

Google bringt Social-Networking-Funktionen in Webmail-Dienst

Googles Webmail-Dienst Gmail http://mail.google.com soll in Kürze um einige Social-Networking-Funktionen erweitert werden. Der Internetkonzern verfolgt bereits seit längerem eine umfassende Social-Media-Strategie, abseits von herkömmlichen sozialen Netzwerken. Zuletzt waren beispielsweise die sozialen Suchfunktionen ausgebaut worden.alt

Laut Medienberichten soll Gmail im Zuge dessen nun diverse neue Features erhalten, unter anderem einen Status-Update-Kanal nach Vorbild von Twitter und Facebook. Offiziell hat Google noch keine Informationen zu den neuen Gmail-Funktionen verbreitet, laut Insidern sollen die User künftig neben den Statusmeldungen auch die Möglichkeit erhalten, Fotos und Videos zu teilen.


Abwanderung unwahrscheinlich
Dass bestehende Twitter- oder Facebook-User künftig abwandern und stattdessen den Gmail-Kanal nutzen könnten, ist eher unwahrscheinlich. Die Seiten sind so etabliert und die User so vertraut damit, dass sich vermutlich nur wenige an ein neues Gmail-Interface gewöhnen möchten. Entscheidend wird also sein, inwieweit Google seine sozialen Funktionen an die bestehenden Dienste (Twitter, Facebook und Co) anbindet.
Könnten Nutzer über Gmail zentral auf verschiedene Seiten zugreifen bzw. von dort aus alle Nachrichten im Überblick behalten, so wäre dies sicher ein Vorteil. Konkurrent Yahoo bietet bereits etwas ähnliches in seinem Mailprogramm an.

(ck)

pte

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