"Moorestown": Intel greift nach Smartphone-Markt

Akkulaufzeiten wie bei der ARM-Konkurrenz werden möglich

Intel hat gestern, Dienstagabend, seine neuste Atom-basierte Prozessorplattform vorgestellt. Die unter dem Codenamen "Moorestown" entwickelte Architektur ist nicht zuletzt eine Kampfansage an ARM-Chips. "Intel hat sein erstes Produkt bereitgestellt, das der Intel-Achitektur die Tür zum Smartphone-Marktsegment öffnet", meint Anand Chandrasekher, Intel Senior VP und General Manager der Ultra Mobility Group.

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Den Angriff auf einen Bereich, der derzeit noch ARM-basierten Prozessoren vorbehalten ist, soll die Plattform mit der Atom-Z6xx-Prozessorserie durch eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz ermöglichen. Zum Start der Plattform zeigt Intel den Prototypen eines entsprechenden 3,8-Zoll-Smartphones. Ebenfalls im Visier hat Intel den derzeit aufstrebenden Tablet-Markt.

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Aava-Gerät: Prototyp für Intels Smartphone-Angriff (Foto: intel.com)

Effizienzsprung
Die neue Plattform besteht aus der Prozessorserie Atom Z6xx, dem Platform Controller Hub MP20 und einem dedizierten Mixed-Signal-IC-Schaltkreis. Im Vergleich zur ersten Generation der Atom-Plattform ("Menlow") verspricht diese Kombination einen deutlich geringeren Stromverbrauch. Die Leistungsaufnahme ist laut Intel im Leerlauf mehr als 50 mal niedriger. Selbst bei Videoanwendungen sei sie um einen Faktor zwei bis drei reduziert. Außerdem kommen die beiden neuen Tiefschlafmodi S0i1 und S0i3 zum Einsatz.
Insgesamt werden dem Unternehmen zufolge Akkulaufzeiten möglich, die im High-End-Smartphonesegment mit der ARM-basierten Konkurrenz mithalten können. Bei einer Akkukapazität von 1.500 Milliamperestunden liegt die Standby-Zeit demnach bei über zehn Tagen. Die Sprechdauer bei Verwendung von 3G-Mobilfunk soll Intel zufolge immerhin sechs Stunden betragen. Das wäre tatsächlich mit Smartphones wie beispielsweise aktuellen BlackBerry-Modellen vergleichbar.


Neuland
Für das Smartphone-Segment setzt Intel auf Atom-CPUs mit Taktungen von bis zu 1,5 Gigahertz (GHz). Diese kommen auch im Smartphone-Prototypen des finnischen Unternehmens Aava zum Einsatz. Damit dringt die x86-Architektur in ein Segment vor, in dem sie bisher keine Rolle gespielt hatte. Denn Mobiltelefone sind die Hochburg der ARM-Architektur. Sie kommt in diversen aktuellen Smartphone-Chips wie beispielsweise Qualcomms Snapdragon zum Einsatz.
Die Plattform ist laut Intel für eine Vielzahl an Betriebssystemen geeignet. Das Aava-Gerät beispielsweise läuft unter Android oder Intels Linux-Variante Moblin. Freilich wird auch das auf dem MWC mit Nokia präsentierte MeeGo unterstützt. Die Atom-Z6xx-Serie soll zudem auch in Tablets zum Einsatz kommen. Für dieses Marktsegment bietet Intel Chips mit bis zu 1,9 GHz Taktfrequenz.

(ck)

pte

 

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